Taschengeld: Wie Sie Ihre Kinder mit klaren Strukturen in die Zukunft begleiten

Das Thema „Taschengeld“ löst in vielen Familien rege Diskussionen aus: Wie viel Geld ist angemessen, ab wann sollte überhaupt Taschengeld gezahlt und wofür soll es ausgegeben werden? Naturgemäß haben Kinder und Eltern hier verschiedene Ansichten und auch jede Familie handhabt es auf unterschiedliche Art und Weise. Doch gibt es ein Richtig und ein Falsch? Nein – aber es gibt Richtlinien, die bei der Entscheidung über eine sinnvolle Höhe des Taschengeldes helfen.

Grundlegend ist bei Taschengeld sicherlich die Frage, was Kinder und Heranwachsende damit bewerkstelligen müssen. So gibt es Familien, in denen das Budget nicht nur für Annehmlichkeiten, sondern auch für Dinge des täglichen Gebrauchs eingeteilt wird. Kinder sollen hiervon nicht nur das Eis oder den neuesten Kleidungstrend bezahlen, sondern darüber hinaus Unterrichtsmaterial oder das Mittagessen in der Mensa. Entsprechend anders muss sich hier auch die Höhe des gezahlten Geldes ausfallen als bei denjenigen Familien, bei denen das Taschengeld lediglich dazu dient, das persönliche Vergnügen in Form eines Kinobesuchs oder der Zeitschrift zu finanzieren.

Sicherlich gilt es, Kindern und Jugendlichen den Umgang mit Geld nahezubringen. Dennoch empfehlen selbst Jugendämter, das Taschengeld wirklich nur für das Privatvergnügen der Kinder einzuteilen. So besteht nicht die Gefahr, dass das Geld schnell in vermeintlich unwichtige Dinge investiert wird und im Bedarfsfall nicht mehr für den Alltagsgebrauch zur Verfügung steht. Und nicht nur das: Taschengeld sollte niemals als Druckmittel oder zur Bestrafung eingesetzt werden. Auch als Belohnung ist es gänzlich ungeeignet. Stattdessen sollte es als ein fester Betrag kommuniziert werden, der ohne Eltern-Kind-Vertrag mit Austrittsklauseln wie selbstverständlich eingesetzt wird. Ein kurzzeitiges PlayStation- oder Smartphone-Verbot ist Strafe genug, oder? ;-)

Wie viel ist genug?

Einen Lerneffekt hat das Taschengeld dennoch: Wird ein fester Betrag pro Woche bei bis zu Neunjährigen oder bei bis zu 18-Jährigen pro Monat bestimmt, sollte dieser auch nicht durch Zwischenzahlungen aufgebessert werden. So steht fest: Ein Betrag für einen gewissen Zeitraum muss richtig eingeteilt und verwaltet werden. Dieser Betrag wiederum liefert erneuten Diskussionsstoff, der vermieden werden kann. Denn Jugendämter* veröffentlichen hierfür jährlich eine Taschengeldtabelle, an der Sie sich orientieren können.

Ein 18-Jähriger zum Beispiel, der noch kein eigenes Geld verdient, sollte hiernach 70 Euro pro Monat erhalten. Acht bis neun Jahre alte Kinder hingegen sollten mit zwei bis drei Euro pro Woche zurechtkommen. Grundsätzlich wird zudem empfohlen: Wer nach Abschluss einer Berufsausbildung sein eigenes Geld verdient, sollte Ausgaben auch ohne Taschengeld selbst übernehmen. Und wer sein Taschengeld aufbessern möchte, der hat ab einem bestimmten Alter alle Möglichkeiten dazu – sei es das Austragen der Zeitung, die Inventur, die Nachhilfe oder das Jobben im Café.

„Aber gib nicht alles auf einmal aus!“

Zum richtigen Umgang mit Geld gehört auch das Sparen, das erlernt werden sollte. Dabei hilft nicht nur die Spardose, sondern auch das klassische Sparbuch, das bei Ihrer Bank angelegt werden kann. Darüber hinaus ist für Jugendliche schon ab sieben Jahren auch das Girokonto* oder ein Tagesgeldkonto* interessant. Diese haben mehrere Vorteile: Als Eltern können Sie per Dauerauftrag das Taschengeld einfach überweisen und generieren damit ganz automatisch eine Regelmäßigkeit, mit der auch Jugendliche besser Investitionen planen können. Zum anderen ist die Kontoführung in den meisten Fällen gebührenfrei möglich und Zinsen, die beim Tagesgeldkonto direkt bei Kontoeröffnung ab dem ersten Euro fällig werden, steigern das Guthaben zusätzlich. Möglich macht das eine variable Verzinsung, die jedes Vierteljahr gutgeschrieben wird.

Beim Girokonto können die Jugendlichen außerdem einfach im Auge behalten, wie es um den Kontostand steht, beispielsweise per SMS aufs Handy, wenn es am Vortag eine Kontobewegung gab. Sorgen hinsichtlich einer Verschuldung im Kindesalter sind dabei übrigens unbegründet: Als Eltern sind beim Abschluss des Vertrages natürlich involviert – und ein Überziehungsrahmen wird jungen Kunden sowieso nicht gewährt.

Mit Geld spielt man nicht, man investiert

Mit Eintritt der Volljährigkeit haben Ihre Kinder schon lange gelernt, wie sie das ihnen zur Verfügung stehende Geld am besten aufteilen, wo sie investieren und worauf sie verzichten können, wenn es mit dem vorhandenen Guthaben nicht gestemmt werden kann. Doch ein wenig Risiko bringt auch ein bisschen Spaß in die manchmal „langweilig“ wirkende „Spar-Angelegenheit“.

Deswegen bietet Ihnen die Sparda-Bank zum Beispiel das SpardaGewinnsparen*, das allerdings erst für Personen ab 18 Jahren zur Verfügung steht. Die jungen Erwachsenen erwerben dabei ein Los im Wert von 6 Euro. Davon werden 4,50 Euro angespart und sind somit schon einmal nicht „verspielt“. Der Restbetrag in Höhe von 1,50 Euro fließt anteilig in einen Lostopf, aus dem dann Geld- oder Sachpreise finanziert und vor allem gewonnen werden können. Der andere Teil kommt sozialen und kulturellen Projekten aus der Region zugute. Dies wiederum vermittelt ganz klar: Bei allem eigenen Wohlergehen und Vermögen sollte nicht vergessen werden, auch an andere zu denken.



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