Musik & Filme

Musikdownloads im Internet sind praktisch - aber nicht immer legal!

Noch immer gibt es eine Vielzahl von Internetplattformen und Tauschbörsen wie YouTube, E-Donkey oder BitTorrent, die Up- bzw. Downloads von Musik- und Filmwerken ermöglichen. Die Verantwortung über das, was Sie dort herunter- bzw. hochladen, liegt allein bei Ihnen!

Wer beim Herunterladen von Musik oder Filmen erwischt wird, muss mit hohen Strafen rechnen!

Grundsätzlich gilt die Regel

Alles, wofür man im freien Handel zahlen müsste, erfordert die schriftliche Erlaubnis des Eigentümers (Urhebers) zur Verwendung.

Songs, die Sie normalerweise kaufen müssten, Filme, die normalerweise im Kino laufen, aber auch Fernsehsendungen gehören jemandem. Dieser Jemand hat das Recht zu bestimmen, wer sich seinen Song, seinen Kinofilm oder seine TV-Sendung anhören oder ansehen darf und ob man dafür etwas zahlen muss oder nicht.

Wenn Sie einen Song oder Film aus dem Internet herunterladen, müssen Sie prüfen, ob Sie dazu das Recht haben. Wenn Sie sich nicht sicher sind, fragen Sie in unserem Experten-Chat den Rechtsanwalt oder Hacker.

Beachten Sie auch

Wenn ein anderer Nutzer - Ihr Sohn, Ihre Tochter oder Freunde - von Ihrem Internetanschluss aus illegal Musik oder Filme herunterlädt, haften Sie! Sorgen Sie deshalb unbedingt dafür, dass alle Ihre Familienmitglieder über die geltenden Regeln und Gesetze informiert sind.

Umgang mit Downloads

Sie kennen das vielleicht: Im Zimmer Ihres Kindes läuft immer aktuelle Musik - allerdings nicht aus dem Radio, sondern von der Festplatte seines Computers. Vielleicht wird hier fleißig gestreamt oder die MP3s stammen aus einem Internetshop wie iTunes, in dem Ihr Kind die Titel legal heruntergeladen hat. Im schlimmsten Fall hat Ihr Kind die Musik jedoch illegal aus einer Tauschbörse bezogen - dann ist Handeln angesagt.

An Schulen hält sich leider schon lange das Gerücht, das (kostenlose) Herunterladen von Musik sei legal. Das stimmt in fast keinem Fall. Es gibt zwar Webradios, auf denen man legal Musik hören kann. Das Downloaden aktueller Charts von Plattformen wie Canna.to ist jedoch definitiv verboten - egal, was die Klassenkameraden sagen.

Um Ihr Kind zu überzeugen, hilft es, mit Experten über das Thema zu sprechen. Besuchen Sie donnerstags abends unseren Experten-Chat und lassen Sie auch Ihr Kind seine Fragen an den Rechtsanwalt oder den Hacker richten. Beide wissen nicht nur um Gesetze und Verbote: Sie können Ihrem Kind auch erklären, warum es heute technisch so einfach ist, nachzuvollziehen, von welchem Internetanschluss aus illegale Downloads vorgenommen worden sind.

Auch wenn vielleicht noch niemand aus dem Bekanntenkreis Ihres Kindes beim illegalen Herunterladen von Musik und Filmen erwischt worden ist - Urheberrechtsverletzung ist ein heikles Vergehen.

Fast alle Tauschbörsen funktionieren, indem Nutzer während des Herunterladens von Dateien die gleichen Dateien wieder auf die Plattform hochladen und auf diese Weise der gesamten User-Gemeinde zur Verfügung stellen. Wer erwischt wird, kann deshalb nicht auf die einmalige Urheberrechtsverletzung des Liedes, das er heruntergeladen hat, verklagt werden, sondern muss sich auf Schadensersatzforderungen für alle Uploads einstellen. Wenn Ihr Kind beispielsweise drei Songs herunterlädt, stellt es alle drei Songs gleichzeitig Tausenden anderen Nutzern zur Verfügung. Die Schadensersatzforderungen der Urheber werden sich daher nicht nur auf die drei Downloads beziehen, sondern auf die möglicherweise tausendfache Urheberrechtsverletzung. Nicht selten entstehen bei solchen Klagen Schadensersatzforderungen im sechsstelligen Bereich. Wenn Ihr Kind illegal Musik herunterlädt, müssen Sie als Inhaber des Internetanschlusses den Schaden begleichen, während Ihrem Kind in gravierenden Fällen sogar eine Strafanzeige droht.