45 000 Besucher bei den Jazz Open in Stuttgart

Weltgrößen des Jazz und Pop, eine Live-Schaltung zur ISS-Raumstation und ein neuer Besucherrekord: Die jazzopen in Stuttgart feierten einen furiosen 25. Geburtstag.

Jazz Open in Stuttgart

Es begann an einem Freitag dem 13. und wurde zum Event der Superlative, das in einem Atemzug mit den großen Jazzfestivals in Montreux und Rotterdam genannt werden kann: 45 000 Musikfans kamen zum 25. Geburtstag der jazzopen in Stuttgart und damit so viele, wie noch nie zuvor. 80 000 Menschen verfolgten überdies die erstmals angebotenen Live-Streams der Konzerte im Internet. Als großer Erfolg erwiesen sich ebenso die sieben „Open Stages“ in der Innenstadt. Die kostenlos zugänglichen Bühnen, auf denen regionale Musiker auftraten, waren neu im Festival-Angebot und wurden von tausenden Besuchern mit Begeisterung angenommen.

Die Bühnen beim Neuen Schloss und im Innenhof des Alten Schlosses, der BIX-Jazzclub, die Scala Ludwigsburg und das SpardaWelt Eventcenter bildeten die Zentren des hochkarätigen Ereignisses von 13. bis 22. Juli. Jamiroquai, Fanta 4, Lenny Kravitz, Jamie Cullum & Joss Stone machten ihre Fans vor der Bühne am Neuen Schloss glücklich und beschallten die unzähligen Zuhörer auf dem anlässlich ihrer Konzerte jeweils rappelvollen Schlossplatz. Als eine der größten Überraschungen entpuppte sich das „Kraftwerk“-Konzert mit seine eindrucksvollen 3D-Show, bei dem sich der deutsche Astronaut Alexander Gerst die Ehre gab: Die Elektropop-Legenden inszenierten mit einer Live-Schaltung ins All zur ISS Raumstation eine Weltpremiere und bewiesen, dass sie nach den fast 50 Jahren ihres Bestehens immer noch ihrer Zeit voraus sind. In der vollbesetzten Domkirche St. Eberhard faszinierte Jazz-Urgestein Wolfgang Dauner am Piano.

Die Headliner seien es, die die weniger spektakulären, aber nicht minder großartigen Acts des Programms ermöglichten, wie Festival-Leiter Jürgen Schlensog beim Regio-TV-Stadtgespräch mit dem Vorstandsvorsitzenden der SpardaBank Baden-Württemberg Martin Hettich im SpardaEventcenter erklärte. Das „open“ im Veranstaltungsnamen stehe nicht nur für Konzerte unter freiem Himmel, sondern vor allem für eine offene Geisteshaltung. Als Veranstalter habe er für verschiedene Musikrichtungen ein „offenes Visier“ und wolle musikalische Brücken bauen. Schlensog betonte die gesellschaftliche Aufgabe des Festivals, bei dem sich Menschen aus aller Herren Länder auf und vor den Bühnen treffen.

Dieser Punkt liegt auch dem SpardaBank-Chef am Herzen: „In einer Zeit, in der man den Eindruck hat, dass die Welt auf Spaltung programmiert wird, ist es wichtig, etwas Verbindendes zu schaffen“, betonte Martin Hettich. Es gehöre zum Auftrag der erfolgreichen Genossenschaftsbank, Impulse in die Gesellschaft hinein zu senden. Mit der Sonntagsmatinée im SpardaWelt Eventcenter würden aus gutem Grund auch Kinder und Jugendliche an die nicht ganz einfache Welt des Jazz herangeführt. Seit neun Jahren unterstützt die Sparda-Bank Baden-Württemberg die jazzopen als Hauptsponsor. Die Zusammenarbeit währe schon so lange, weil die Chemie zwischen den Partnern stimme, freut sich Jürgen Schlensog. Das Festival habe sich mittlerweile wirtschaftlich stabilisieren und wachsen können. Ohne die Sponsoren sei das unmöglich gewesen. Zu den Förderern des BIX-Jazzclub, der als „Herz“ der jazzopen gilt, zählt die Sparda-Bank BW bereits seit der Club-Gründung im Jahr 2006.

Wer wissen will, wie die Veranstalter es schaffen, Jahr für Jahr weltberühmte Künstler für die jazzopen zu verpflichten, welche die Lieblingsmusiker von Martin Hettich sind und warum gerade Banker gerne zu Jazzkonzerten gehen, kann sich hier das „Stadtgespräch“ in voller Länge ansehen: https://www.regio-tv.de