Der SpardaSurfSafe Jahresrückblick: Was kommt, was bleibt?

Weihachten steht vor der Tür und das Jahr 2019 neigt sich dem Ende. Zeit, einen Blick auf die vergangenen 12 Monate zu werfen: Welche Themen und Bedrohungen im Netz haben die Sicherheitsexperten von SpardaSurfSafe 2019 besonders beschäftigt – und welche werden uns auch 2020 noch begleiten?

Was kommt, was bleibt?

Was kommt, was bleibt?

Die digitale Welt entwickelt sich rasant weiter. Das Internet of Things (IoT) hat in den meisten Haushalten zumindest in Form eines Smart-TV Einzug gehalten. Auf dem Handy hat man stets die ganze Welt des Internets dabei und die Kommunikation mit den Mitmenschen ist häufig digital. Das bringt einige neue Herausforderungen – und auch Gefahren – mit sich. SpardaSurfSafe, eine Initiative der Stiftung Bildung und Soziales der Sparda-Bank Baden-Württemberg, hat es sich zur Aufgabe gemacht, darüber aufzuklären. Nun ziehen die Experten der Initiative für das Jahr 2019 Bilanz.

 

1. Ransomware/Kryptotrojaner

Malware, die die Daten auf dem infizierten Gerät verschlüsselt und so als Geisel nimmt, hat im vergangenen Jahr mehrfach Schlagzeilen gemacht. Behörden, Unternehmen, Krankenhäuser und natürlich auch unzählige Privatpersonen sind den Schädlingen 2019 zum Opfer gefallen. Wer nicht zahlt, hat in vielen Fällen kaum eine Chance, seine Daten zu retten. Sicherheit bieten neben der obligatorischen Vorsicht bei Dateianhängen und Downloads regelmäßige Back-ups auf einem externen Speicher. Dieser sollte getrennt vom Gerät aufbewahrt werden, denn Ransomware kann auch verbundene Medien und Geräte in einem Netzwerk infizieren. Aufgrund des Erfolgs dieser Masche ist davon auszugehen, dass diese Bedrohung auch im kommenden Jahr eher zu- als abnehmen wird.
 

2. Phishing

Persönliche Daten sind wertvoller denn je und mithilfe von Phishing versuchen Kriminelle an möglichst viele zu kommen. Die Kriminellen werden dabei immer geschickter, wie Götz Schartner vom Verein Sicherheit im Internet e. V., einem der Mitveranstalter von SpardaSurfSafe, verrät: „Sie bauen ganze Seiten im Look & Feel von bekannten Unternehmen nach und bitten dann per E-Mail beispielsweise darum, das Passwort oder die Zahlungsinformationen zu aktualisieren. Dabei achten sie mittlerweile sogar auf Details wie beispielsweise das SSL-Zertifikat, das auch die gefälschte Webseite als sicher erscheinen lässt.“ Internetnutzer müssen hier sehr vorsichtig sein. Im Zweifelsfall sollte man lieber beim tatsächlichen Unternehmen nachfragen, ob die E-Mail von ihm stammt.
 

3. Internet of Things (IoT)/Botnetze

Auch Botnetze wie Mirai haben in den vergangenen Monaten immer wieder für Schlagzeilen gesorgt. Mit der zunehmenden Verbreitung von smarten Geräten mit Internetzugang hat auch die Gefahr zugenommen, dass diese von Kriminellen mit einer Schadsoftware infiziert und an ein Botnetz angeschlossen werden. Diese geballte Rechnerleistung wird dann von den Betreibern an andere Kriminelle vermietet, beispielsweise um Webseiten anzugreifen. „Hier sind sowohl die Hersteller als auch die Kunden gefragt, damit sich die Situation verbessert. Aktuell ist es bei vielen smarten Geräten viel zu kompliziert, sicherheitsrelevante Updates durchzuführen. Und dann müssen natürlich auch die Kunden mitspielen und nicht nur ihren Computer und das Smartphone auf dem neuesten Stand halten, sondern auch beispielsweise den Kühlschrank oder die Kaffeemaschine – und hier sind wir wieder bei den Herstellern, die diesen Vorgang vereinfachen müssen“, erklärt Götz Schartner die Problematik. Neben diesen Bedrohungen gibt es im Netz natürlich noch viele andere, die für jeden Nutzer unterschiedlich sein können. Kinder und Jugendliche können in Chatrooms beispielsweise leicht Opfer von Cybergrooming werden oder viel Geld bei Online- und Handyspielen verlieren. Hier sind die Eltern gefragt, ihre Kinder aufzuklären. SpardaSurfSafe wird ihnen dabei auch 2020 behilflich sein. In diesem Sinne wünscht das Team von SpardaSurfSafe eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr!