Peter Granser gewinnt Sparda-Publikumspreis

Kubus. Sparda-Kunstpreis 2019: Der mit 5.000 Euro dotierte Publikumspreis der Sparda-Bank Baden-Württemberg geht in diesem Jahr an Peter Granser.

Peter Granser gewinnt Sparda-Publikumspreis

Peter Granser gewinnt Sparda-Publikumspreis

Der Sparda-Kunstpreis »Kubus« in Höhe von 20.000 Euro wird im Zwei-Jahres-Rhythmus für herausragende Leistungen in der zeitgenössischen bildenden Kunst in Baden-Württemberg vergeben. Den 1. Sparda-Kunstpreis gewann 2013 Alexan-der Roob, 2015 ging die Auszeichnung an Peter Vogel und 2017 an Myriam Holme. In diesem Jahr wurde der Preis an Armin Linke verliehen.


Der von der Sparda-Bank Baden-Württemberg seit 2015 ausgelobte Publikumspreis geht 2019 an Peter Granser. Die Besucher_innen der Ausstellung wählten während der Laufzeit den Künstler zu ihrem Favoriten.
Peter Granser (*1971 Hannover, DE; lebt in Stuttgart, DE) beschäftigt sich seit seinen Artist-in-Residence Aufenthalten in Japan mit der Verbindung von zeitgenössischer Kunst und japanischem Tee. Die Installation »Zwischen/Raum« in der Ausstellung stellte eine Fortführung des 2015 in Stuttgart gegründeten Projektraumes ITO dar. Das kontemplative Teezeremoniell verändert den Blick der Betrachter_innen auf die Kunst und schafft ein Bewusstsein für Zeit und Leere. Die Serie »Heaven in Clouds« (2009–2014) befasst sich mit den Folgen der Urbanisierung auf Mensch und Natur. Das zwiespältige Verhältnis zwischen dem Glücksversprechen rasant wachsender Großstädte und der gleichzeitigen Zerstörung unserer Umwelt spiegelt sich im Dialog abstrakter und dokumentarischer Fotografien.


Der vierte »Kubus. Sparda-Kunstpreis« widmete sich dem Medium Fotografie. Die Gattung spielte im Kanon der Kunstgeschichte lange eine untergeordnete Rolle. Erst mit der Erweiterung des Kunstbegriffs in den 1960er-Jahren konnte sich die Fotografie vom Stigma einer nur technisch produzierten, rein abbildenden Kunstform befreien. Getragen von den Ideen der Konzeptkunst, entwickelte sich eine Form von künstlerischer Fotografie, die das Medium und seine Strategien des Zeigens und Sehens mit den eigenen Mitteln analysiert und reflektiert. In der Folge stehen nicht mehr die Abbildung des Gegenstands und die ihm aufgrund seines spezifischen Kontextes zugeschriebene Bedeutung im Fokus, sondern die Bedingungen und Prozesse, die eben diese Bedeutung konstruieren und kontrollieren.