Was ändert sich 2017? News und Tipps für Ihr Portemonnaie

Das Jahresende ist üblicher Weise geprägt von Mehrausgaben, denn die Festtage ebenso wie die Planungen für Ausgaben im Folgejahr verschlingen nochmal ein ordentliches Budget und lassen die Kreditkarte glühen. Doch für 2017 gibt es einige gesetzliche Neuerungen, die Ihr Portemonnaie wieder entlasten. Wir haben die wichtigsten Änderungen für Sie zusammengefasst.

Online-Banking wird sicherer – und einfacher

Vergessen Sie die TAN-Listen in Ihrem Briefkasten: Diverse Bankinstitute führen auf Rat der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) alternative Verfahren zu iTAN und mobileTAN ein, um die Sicherheit von Bankgeschäften zu erhöhen. Ab 01.01.2017 setzt zum Beispiel die Sparda-Bank Baden-Württemberg nur noch auf das chipTAN-Verfahren sowie auf die SpardaSecureApp, die am PC und am Smartphone bei Finanzgeschäften hilft. chipTAN kennen Sie bereits: Der kleine TAN-Generator erzeugt die TAN mit Hilfe Ihrer ec-Karte; diese TAN nutzen Sie dann zum Beispiel für Überweisungen oder Daueraufträge. Die SpardaSecureApp macht den Umgang mit Ihrem Girokonto noch einfacher, indem der Auftrag nur noch eingegeben und per App oder am PC ohne zusätzliche TAN freigegeben wird.

Weniger Steuern, mehr Bares

Familien und Arbeitnehmer aufgepasst! Der Staat hat beschlossen, Sie steuerlich zu entlasten. Das bedeutet: Endlich wieder mehr Geld auf dem Konto! Gelingen soll das unter anderem mit angepassten Einkommenssteuertarifen sowie mit einem um zunächst 168 Euro gestiegenen Grundfreibetrag; 2018 kommen nochmal 180 Euro mehr dazu. Und auch das Kindergeld wird erhöht, wenngleich erstmal nur um zwei Euro pro Kind und pro Monat. Dafür steigt der Kinderfreibetrag von 7.248 Euro auf 7.356 Euro; im zweiten Schritt kommen dann nochmals 72 Euro dazu. Geringverdiener können außerdem mit einem Kinderzuschlag in Höhe von zehn Euro planen.

BMG statt BMW

Was Sie dank Steuerentlastungen auf Ihr Sparkonto legen konnten, wird zu Teilen leider an anderer Stelle wieder fällig: Die Beitragsbemessungsgrenze (BMG) für die Renten- und Arbeitslosenversicherung wird angehoben. Im Westen steigt der Betrag von 6.200 auf 6.350 Euro, im Osten ist der Sprung von 5.400 auf 5.700 Euro noch größer. Doch das war es immer noch nicht: Die BMG für die Kranken- und Pflegeversicherung steigt nämlich ebenfalls für alle auf 4.350,00 Euro monatlich. Besserverdienende haben immerhin bei der Krankenversicherung die Wahl, denn wer über 57.600 Euro im Jahr verdient, darf sich privat versichern.

Mehr Zeit, weniger Belege

Was bislang lediglich angekündigt wurde, wird 2017 endlich wahr: Die Steuererklärung wird ein wenig einfacher. Nicht nur, dass Sie deutlich mehr Zeit haben, diese beim Finanzamt einzureichen, Sie müssen auch weniger Belege beilegen. So haben Sie jetzt bis 31. Juli des Folgejahres Zeit, bis Ihre Formulare auf dem Tisch des Sachbearbeiters liegen müssen – nehmen Sie die Hilfe eines Steuerberaters in Anspruch, haben Sie sogar einen Spielraum bis Februar des übernächsten Jahres. Und wer bis zu 200 Euro spendet, muss dies zudem nicht mehr per Kontoauszug, Buchungsbeleg oder Spendenquittung nachweisen – es sei denn, er wird dazu aufgefordert.

Wer den Cent nicht ehrt…

Verschiedene weitere Änderungen spülen außerdem einige Euro mehr in Ihre Kasse. Dazu zählt der Start der Flexi-Rente, die Ihnen Zusatzverdienste von bis zu 6.300 Euro im Jahr ermöglicht. Außerdem steigt der Hartz 4-Regelsatz für ab 14-Jährige und Erwachsene um fünf, für Kinder- und Jugendliche zwischen sechs und bis 13 Jahren um 21 Euro. Paare bekommen vier Euro mehr im Monat – das ist nicht viel, aber mit der richtigen Sparlösung lässt sich auch aus einem kleinen Betrag etwas herausholen!