Was sind eigentlich Kryptowährungen?

Unser Banken ABC schafft Klarheit rundum Bankthemen. Thema diesesmal ist die Kryptowährung. Wir erklären was sich hinter dem Begriff versteckt und wie diese digitale Währung funktioniert.

Banken ABC: Kryptowährung

Banken ABC: Kryptowährung

„Krypto“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „geheim“. Kryptowährungen wie der Bitcoin sind digital verschlüsseltes Geld, das unabhängig von Banken und Staaten funktioniert. Die Grundidee entwickelte 1998 der chinesische IT-Ingenieur Wei Dai. Unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto veröffentlichte 2008 ein IT’ler die erste Software zur „Herstellung“ von Bitcoins. Jeder, der einen Computer und die notwendigen Kenntnisse besitzt, kann seither Bitcoins oder eigene Kryptowährungen selbst generieren („schürfen“), indem er eine Reihe hochkomplizierter Rechenaufgaben löst. Mittlerweile soll es weltweit bereits etwa 3.900 verschiedene Kryptowährungen geben. Durch die sogenannte Blockchain-Technologie wird das System über zahllose dezentrale Rechner aufrechterhalten und abgesichert, ist aber natürlich nicht gegen Software-Fehler und Manipulationen gefeit.

Hauptnachteil der Kryptowährungen ist ihre Anfälligkeit für extreme Kursschwankungen, da immer nur vergleichsweise geringe Summen auf dem Markt sind. Weil das digitale Geld anonyme Finanztransaktionen ermöglicht, wird es häufig für kriminelle Geschäfte im Darknet eingesetzt. Beim Kauf von digitaler Währung über entsprechende Börsen muss man zur Legitimation allerdings meist ein Bankkonto angeben.

Ein Verbot der „wilden Währungen“ als solche ist kaum realisierbar, da die Teilnehmer des Krypto-Netzwerks auf der ganzen Erde verteilt sind und somit keine regionale Gesetzgebung greift. Lediglich der Handel mit Bitcoin und Co. könnte von Regierungen per Gesetz wirksam untersagt werden.