Geld sparen & vermehren

Bargeld abschaffen: Vor- und Nachteile

Nur Bares ist Wahres? Die Sparda-Bank BW zeigt Ihnen was für und was gegen das Bezahlen mit Bargeld spricht.

Bargeld ist in Deutschland beliebter als in anderen europäischen Ländern. Wir haben uns die Vorteile und Nachteile des Bezahlens mit Scheinen und Münzen genauer angeschaut.

In der Pandemie haben viele Bürgerinnen und Bürger ihr Bezahlverhalten geändert. Laut einer repräsentativen Erhebung der Deutschen Bundesbank gewannen im Coronajahr 2020 bei den alltäglichen Ausgaben bargeldlose Zahlungsmittel wesentlich an Bedeutung. Der Anteil der Barzahlungen lag aber immer noch bei 60 Prozent. Im Norden Europas ist der Trend zum digitalen Bezahlen schon länger unaufhaltsam. So nehmen Einzelhandel, Gastronomie und öffentliche Einrichtungen in den Niederlanden Bares meist nicht mehr an. Ähnlich sieht es in Schweden aus. Sogar die Verkäufer der Stockholmer Obdachlosenzeitung sind mit Kartenlesegeräten unterwegs. Und in immer mehr schwedischen Kirchen ersetzt der sogenannte „Kollektomat“ den guten alten Klingelbeutel.

Das spricht gegen Bargeld

Kontaktloses Bezahlen ist hygienischer. Fragen Sie einfach mal die Kassiererin in Ihrem Supermarkt! Beträge bis zu 50 Euro können Sie sogar ohne Eintippen der PIN begleichen – zum Beispiel mit der neuen Sparda Debit Mastercard. Ist die Warteschlange an der Kasse lang, wird das umständliche Kramen nach dem passenden Geldbetrag zudem zur Geduldsprobe – vor allem für die Leute, die nach Ihnen dran sind.

Taschendiebe lieben Bargeld! Erbeuten die Langfinger Brieftaschen, in denen nur Geldkarten stecken, können sie in aller Regel kaum etwas damit anfangen. Entdecken Sie als Bestohlener oder Bestohlene den Verlust, können Sie Ihre Karte blitzschnell sperren. Obendrein sind Sie, wie etwa bei Mastercard und Sparda-Bank, gegen missbräuchliche Nutzungen abgesichert. Liegt keine grobe Fahrlässigkeit seitens des Karteninhabers vor, erstattet der Kartenherausgeber den Schaden.

Wir haben eine Checkliste für Sie zusammengestellt, was Sie tun sollten wenn Sie ihre Brieftasche verloren haben oder sie geklaut wurde. Gleich ansehen und für den Ernstfall merken.

Bargeld kann gefälscht sein. Zwar gelten Euroscheine als relativ fälschungssicher. Dennoch wurden laut Bericht der EZB im Jahr 2021 weltweit rund 347.000 gefälschte Euro-Banknoten sichergestellt. Allein in Deutschland waren es nach Angaben der Bundesbank etwa 42.000 falsche Banknoten. Wenn Ihnen Falschgeld untergeschoben wird und dies bei einer Überprüfung an einer Ladenkasse auffällt, ersetzt Ihnen niemand den Betrag. Wenigstens droht Ihnen aber keine Strafe, wenn Sie die „Blüten“ nachweislich unwissentlich nutzen wollten.

Bargeld ist nicht umweltfreundlich. Für das Prägen der Münzen und Drucken der Scheine werden massenhaft wertvolle Rohstoffe und enorme Energiemengen benötigt. Außerdem muss das Bargeld über weite Strecken transportiert und dabei ständig bewacht werden.

Das spricht für Bargeld

Zahlungen mit Bargeld hinterlassen weniger Datenspuren. Das zentrale Argument fast aller Bargeld-Befürworter ist die Sorge, ohne Alternative zur bargeldlosen Zahlung zum „gläsernen Konsumenten“ zu werden.
Wer bar zahlt, geht oft vorsichtiger mit seinem Geld um: Bei einer Umfrage des Verbraucherzentralen-Bundesverbands gaben 35 Prozent der Befragten an, ihre Ausgaben mit Bargeld besser kontrollieren zu können. Ist das Portemonnaie leer, erhöht das die Hemmschwelle für weitere Einkäufe.

Das erste Taschengeld geben Sie Ihren Kindern besser in bar. Durch ein regelmäßiges kleines Taschengeld lernen Kinder, mit Geld umzugehen. Das funktioniert besser, wenn der Nachwuchs den Wert von Münzen und Scheinen im wahrsten Wortsinn „begreifen“ kann. Beim Umgang mit digitalem Geld muss das Kind bereits eine geistige Abstraktionsleistung erbringen können.

Es gibt Situationen, in denen es ohne Bargeld nicht geht. Ein klassisches Beispiel sind Flohmärkte. Wenn Sie als Privatperson Ihre Dachbodenschätze, getragene Kleidung oder gebrauchtes Spielzeug verkaufen möchten, werden Sie sich dafür nicht extra ein Kartenlesegerät anschaffen wollen. Doch es ist wichtig und richtig, wenn Sie gut erhaltene Gegenstände einer neuer Verwendung zuführen, anstatt sie wegzuwerfen! Außerdem machen die bunten Märkte mit nichtkommerziellen Händlern einfach Spaß.

Wussten Sie schon, dass Sie mit der Sparda Debit Mastercard, seitens der Sparda, im gesamten Euroraum gebührenfrei Bargeld abheben können?

Mit der Bezahlfreiheit der neuen Sparda Debit Mastercard bezahlen Sie, wie Sie es wollen. Diese Karte vereint die Vorteile der klassischen Kreditkarte mit denen der klassischen BankCard (Debitkarte) – und sie ist in Ihrem Konto gebührenfrei enthalten. Sind Sie noch „ohne“? Dann bestellen Sie Ihre Sparda Debit Mastercard am besten gleich in TEO Web, telefonisch unter 0711 2006-3804 oder in Ihrer Filiale vor Ort!

Die Vorteile der Sparda Debit Mastercard auf einen Blick:

  • Gebührenfrei Bargeld abheben
    Bis zu zwei mal monatlich gebührenfrei Bargeld an allen Geldautomaten in Deutschland und ohne Sparda-Gebühr in Euro im gesamten Euroraum auszahlen lassen.
  • Volle Kontrolle
    Die Abbuchung erfolgt direkt von Ihrem Konto – und nicht erst in einer Sammelabrechnung am Monatsende.
  • Einfach flexibel bezahlen
    Zahlen Sie online, mobil oder unterwegs an weltweit mehr als 44 Millionen Akzeptanzstellen.

Immer noch beliebt: Der „Notgroschen“ unter der Matratze

Viele Menschen sehen in Krisenzeiten Bargeld als vermeintlich sicheres Mittel zur Aufbewahrung von Werten. Laut einer Untersuchung der Deutschen Bundesbank aus dem Jahr 2018 werden rund 200 Milliarden Euro Bargeld in Wohnungen und Bankschließfächern „gehortet“. Eine gute Idee ist das nicht. Bankschließfächer sind zwar sicher, aber kosten Miete. Hohe Bargeldsummen in Privaträumen gehen wiederum mit ständigen Verlustängsten einher. So können die Scheine durch Wasser- und Brandschäden vernichtet werden. Einbrecher kennen die gängigen Verstecke genau – im Kühlschrank, im Toilettenspülkasten, im Kleiderschrank, in der Küchen-Vorratsdose oder, ganz klassisch, unter der Matratze. Hausratversicherungen ersetzen im Fall des Falles nur Beträge bis 2.000 Euro. Die Absicherung höherer in der Wohnung gelagerter Werte setzt den Einbau teurer Tresore und die Zahlung entsprechender Versicherungsprämien voraus. Kreativ versteckte Bargeldsummen oder andere Wertgegenstände sind nach dem Tod ihrer Besitzer außerdem auch für die Erben nicht mehr auffindbar. Laut Zeitungsberichten entdeckte erst letztes Jahr in Österreich der Käufer eines Flohmarktsofas im Inneren des Möbelstücks einen Goldbarren im Wert von 48.000 Euro.

Anlegen ist das neue Sparen

Wollen Sie sich und Ihrem Geld einen Gefallen tun, sollten Sie sich mit klugen Geldanlagen befassen. Einen Fondssparplan von Union Investment bekommen Sie schon ab 25 Euro monatlich. Das Besondere daran: Ganz ähnlich wie früher beim Sparbuch können Sie jederzeit frei über Ihr Geld verfügen. Ihre Einzahlungen werden von erfahrenen Fondsmanagern in eine Vielzahl verschiedener Wertpapiere investiert. So lassen sich etwaige Kursrisiken vernünftig streuen. Seriöse Statistiken zeigen: Je länger die Geldanlage läuft, umso unwahrscheinlicher werden Verluste.

Mit Union Investment können Sie Ihr Geld sogar nachhaltig investieren – zum Beispiel über das stark nachgefragte Anlagemodell VermögenPlus Nachhaltig oder MeinInvest Nachhaltig. Bitte bedenken Sie: Fachlicher Rat ist nicht teuer. „Totes“ Geld auf dem Sparkonto, Girokonto oder gar unter der Matratze dagegen schon.

Am besten vereinbaren Sie gleich einen unverbindlichen Beratungstermin in Ihrer Sparda-Bankfiliale – telefonisch unter 0711 2006-3801 oder online unter www.sparda-bw.de

Unser SpardaWelt Kundenmagazin

Dieser Artikel ist auch in der SpardaWelt März/April 2022 erschienen. In unserem Kundenmagazin können Sie weitere spannende Storys lesen, Gewinnspiele entdecken und Veranstaltungen in Ihrer Umgebung finden.

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