Gesellschaftliches Engagement

Die Biene – ein Wunderwesen in Gefahr

Im SpardaGewinnsparen brummt’s: Seit Jahresbeginn werden jeden Monat 500 BeeGood-Bienenpatenschaften bei Mellifera e. V. verlost. Der Verein setzt sich mit Leidenschaft und Ideenreichtum für wesensgemäße Bienenhaltung und den Schutz der Bienen ein.

Honig ist köstlich, gesund und darum schon seit Jahrtausenden ein begehrtes Lebens- und Heilmittel. Für die fleißigen Produzentinnen des goldenen Saftes bedeutet das nichts Gutes. „Mit der modernen Imkerei wurde begonnen, ein Bienenvolk nicht mehr als Gesamtlebewesen zu sehen, sondern als eine Art Baukasten, den man nach Belieben zusammensetzen und manipulieren kann“, sagt Michael Slaby, Vorstandsmitglied von Mellifera. Schon in den Zwanzigerjahren habe der Anthroposoph Rudolf Steiner prophezeit, „dass aber in hundert Jahren die ganze Bienenzucht aufhören würde, wenn man nur künstlich gezüchtete Bienen verwenden würde.“

 „Bienen stark machen“

Mellifera wurde 1985 gegründet, als das erste Bienensterben Deutschland erschütterte. Ein aus Asien eingeschleppter Parasit, die Varroa-Milbe, traf die Imker unvorbereitet. „Die Gründer unseres Vereins haben sich damals überlegt, wie können wir die Bienen wieder stark machen und Bienenkrankheiten ökologisch behandeln“, berichtet Slaby von den Anfängen. Die Basis dafür bilde die Rückkehr zur wesensgemäßen Bienenhaltung. In der Versuchs- und Lehrimkerei Fischermühle in Rosenfeld im Zollernalbkreis dürfen Bienenvölker seither wieder ihre eigenen Waben bauen und ihre Königinnen selbst erzeugen. Zur Vermehrung nutzen die Mellifera-Imker den naturgegebenen Trieb zum „Schwärmen“, der in der konventionellen Imkerei systematisch unterdrückt wird. Zur Behandlung gegen die immer noch verbreitete Varroa-Milbe entwickelten sie ein auf natürlichen Substanzen beruhendes Verfahren, das inzwischen weltweit zum Standardrepertoire der ökologischen Imkerei gehört. Nicht zuletzt konsumiert „der Bien“, wie man ein Volk in seiner Gesamtheit bezeichnet, dank zurückhaltender Ernte durch die Mellifera-Imker deutlich mehr von seinem selbsterzeugten, stärkenden Honig.

Jedermann kann aktiv werden

Michael Slaby

Von hervorragender Bedeutung sei es für Mellifera, möglichst viele Menschen in Kontakt mit dem Wunder zu bringen, das jedes Bienenvolk darstelle, betont Slaby (Bild rechts). 30 Mellifera-Gruppen in ganz Deutschland bringen mittlerweile die wesensgemäße Imkerei voran. Im Verbund mit Imkern in ganz Deutschland werden an fast 40 Standorten die Kurse „Mit den Bienen durchs Jahr“ durchgeführt. Die Initiative „Bienen machen Schule“ begeistert Kinder und Jugendliche für die Bienen, das „Netzwerk Blühende Landschaft“ zeigt auf, wie jedermann in seinem persönlichen Umfeld für den Schutz der Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und Co. aktiv werden kann. „Tatsächlich öffnet sich auch die konventionelle Imkerschaft immer mehr unseren Themen“, freut sich der engagierte Mellifera-Vorstand.

Hellbegeistert ist er von der Unterstützung durch die Stiftung Umwelt und Natur der Sparda-Bank BW: „Es ist wunderbar, dass wir nun jeden Monat 500 neue Bienenpaten geschenkt bekommen, die wir hoffentlich inspirieren können, weiter für die Bienen aktiv zu bleiben.“ Sobald die Corona-Verordnungen gelockert werden, sollen in der Versuchsimkerei Fischermühle für die BeeGood-Paten eigens Besuchstage mit Führungen eingerichtet werden.

Gute Laune und Hoffnung macht auch eine kleine „Lesereise“ auf www.mellifera.de. Dort erfahren Sie alles über die vielfältigen Initiativen des Vereins zugunsten von Biene, Mensch und Natur.

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