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Grüner Winter-Wunschzettel, Teil 1: Zimmerpflanzen

Volker Kugler gibt Tipps, wie Sie ihre Zimmerpflanzen gut durch den Winter bringen.

Dieses Jahr, das gefühlt im März hängengeblieben ist und sich seitdem kein Stück mehr nach vorn oder hinten oder zur Seite bewegt, es ist im November angekommen. Bald wird’s Winter, und das heißt: Ihre
Zimmer- und Gartenpflanzen brauchen Sie.

Weil wir uns als Sparda-Bank BW um Finanzielles kümmern und uns gern auch für Grünes engagieren, jedoch nur bedingt mit einem wirklich grünen Daumen gesegnet sind, haben wir den Profi gefragt: Herr Kugel, was wünschen sich unsere grünen Freunde im Winter? Volker Kugel, Direktor des Blühenden Barock (BlüBa) in Ludwigsburg, hat Tricks und Antworten für Sie, wie Sie Ihr Pflanzenparadies zu Hause durch die dunkelste Jahreszeit bringen. Gut zu merken, ganz leicht nachzumachen: So klappt’s mit der Überwinterung für Ihre grünen Schätzchen drin und draußen. Heute in Teil 1:

Winter-Wellness für Zimmerpflanzen

Viel Licht: Augen auf, Rollo hoch „Der Winter ist die Zeit, in der das Licht pro Tag zunächst immer weniger wird und dann auf niedrigem Niveau bleibt“ sagt Volker Kugel. Heißt für Sie: Augen auf beim Standort.

  • Pflanzen, die über den Sommer weiter weg stehen, näher ans Fenster rücken.
  • Rollläden nicht zu lange geschlossen lassen, so viel Licht wie möglich gönnen.
  • Zimmerpflanzen, die meist aus subtropischen Ländern stammen, mögen keine trockene Heizungsluft – also nicht aufs Fensterbrett über dem Heizkörper stellen.
  • Selbst an warmen Wintertagen Ficus, Drachenbaum & Co. nicht rausstellen. Alles unter 15°C vertragen sie schlecht; eine Nacht bei 0°C oder weniger bedeutet den nahezu sicheren Tod.

Übrigens: „Regelmäßiges Besprühen mit Wasser wird häufig empfohlen“ ergänzt der Pflanzenprofi und weist darauf hin, dass das auf Dauer nicht besonders effektiv ist.

Wenig Pflege: Finger rein, Dünger raus

Entgegen vieler Tipps erklärt unser Grün-Experte, dass der Wasserbedarf bei Zimmerpflanzen grade auch wegen der trockenen Heizungsluft nicht viel geringer ist als sonst. Auch wenn die Pflanzen fast nicht wachsen: Der Wasserbedarf bleibt ähnlich hoch.

  • Staunässe, also „nasse Füße“ unbedingt vermeiden.
  • Nie ganz austrocknen lassen, regelmäßig per „Fingerprobe“ prüfen.
  • Im Dezember und Januar komplett auf Dünger verzichten, erst mit zunehmendem Licht Anfang Februar alle 14 Tage flüssigen Volldünger zum Gießwasser geben.

Noch mehr praktische Gartentipps gibt Volker Kugel, dem wir als Unterstützer des „BlüBa“ seit Jahren verbunden sind, auch auf seinem Videokanal grünzeug.tv – schauen Sie doch mal rein. In Teil 2 unseres Winter-Wunschzettels gibt’s dann Wissenswertes für den Garten.

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