Wohnen, Bauen & Garten

Wie viel kostet es, ein Haus zu bauen?

Wie viel kostet der Hausbau? Die Sparda-Bank BW antwortet.

Falls Sie jetzt auf eine eindeutige Antwort gehofft haben: Tut uns leid, aber auch beim Hausbau gilt „Kommt darauf an“. Wir wollen das große Ganze etwas eingrenzen – damit Sie sich besser orientieren und realistisch rechnen können. Haben Sie zum Beispiel an den Schornsteinfeger gedacht?

Eingrenzung 1: Ihre Entscheidung

Wer ein Haus bauen will, kommt um grundsätzliche Entscheidungen nicht herum. Soll es ein „Green Building“ werden, also ein nachhaltig gebautes Haus, das ökologische, ökonomische und soziale Aspekte entsprechend berücksichtigt? Damit planen Sie doppelt clever für die Zukunft. Holz-Fertighaus oder Massivhaus? Freistehendes Einfamilienhaus, Doppelhaus, Reihenhaus? Mehrstöckig oder Bungalow? Machen Sie sich bereit für sehr viele dieser Entscheidungen. Sind Sie bereit für den Hausbau? Ihr eindeutiges Ja und die richtige Einstellung helfen.

Eingrenzung 2: Ihre Mathefähigkeiten

Grundstückspreis plus (Fertig-)Hauspreis, fertig ist der Hausbaupreis? Diese Illusion müssen wir Ihnen nehmen. Denn zum Hausbau kommen einige weitere Kosten, unter anderem

  • die Grundstücksnebenkosten;
  • die Baunebenkosten;
  • Kosten zur Befestigung der Park- und Zufahrtsflächen;
  • Kosten für den Außenbereich (Garten & Co.);
  • Kosten für Umzug, Einrichtung, Entsorgung.

Eine grobe (!) Richtlinie ist: Grundstückskosten plus bis zu 20 Prozent, dazu Baukosten plus bis zu 60 Prozent ergibt die Gesamtkosten für Ihren Hausbau. Keller gewünscht? Dann kommen noch einmal etwa 20 Prozent der Baukosten hinzu – umgekehrt gewinnen Sie damit enorm an Fläche und erhöhen den Wiederverkaufswert. Noch ein Durchschnittswert zur besseren Orientierung: Die Baukosten in Baden-Württemberg lagen 2020 bei 1.987 Euro pro Quadratmeter.

Eingrenzung 3: Ihre Sparpotenziale

Denken Sie bei Ihrer Hausbauplanung langfristig. Wenn Sie jetzt eine Heizung mit fossilen Brennstoffen statt neuer Energien einbauen, ist das meist in der Anschaffung günstiger, die Preise von Öl und Gas werden aber weiter steigen. Entscheiden Sie sich jetzt für moderne nachhaltige Heizsysteme, sparen Sie langfristig Energie, was sich spürbar auf den Nebenkostenrechnungen bemerkbar macht. Und: Es gibt Zuschüsse vom Staat.

Eingrenzung 4: Ihre Kompromissbereitschaft

Überlegen Sie, wo Sie Kompromisse eingehen wollen – und wo nicht. Was zum Beispiel als Berufstätige noch kein Problem ist (Schule, Fußballplatz, Gewerbe nebenan), könnte im Ruhestand schnell eins werden. Tagsüber laut, keine Parkplätze … Denken Sie bei der Größe Ihres Hauses ebenfalls an später. 250 Quadratmeter wollen sauber und instand gehalten, geheizt und gewartet werden. Vielleicht tun’s auch 150? Die wirken sich dann auch auf die mögliche Grundstücksgröße aus, und schon kann’s deutlich günstiger werden.

Eingrenzung 5: Ihr Realismus

Das eigene Heim ist ein Traum vieler Menschen. Vergessen Sie dabei nicht, dass „keine Miete bezahlen“ nicht bedeutet, „gar nichts bezahlen“. Die laufenden Kosten für ein Einfamilienhaus liegen bei durchschnittlich 500 Euro – Baufinanzierung nicht mit eingerechnet. Apropos Baufinanzierung, das ist der vielleicht wichtigste Tipp: Holen Sie sich Unterstützung. Der Hausbau ist vermutlich das größte Projekt Ihres Lebens, und wir sind dabei gern an Ihrer Seite. Mit Erfahrung, einem richtig guten Angebot und dem Versprechen, dass Sie mit uns alles im Griff behalten. Inklusive Kosten für den Schornsteinfeger.

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